Ausschüsse

Die ESK hat die Ausschüsse Abfallkonditionierung, Transporte und Zwischenlagerung (AZ)Endlagerung radioaktiver Abfälle (EL) und Stilllegung (ST). Hier finden Sie eine Übersicht über die Arbeit und Mitglieder der einzelnen Ausschüsse.

 

Abfallkonditionierung, Transporte und Zwischenlagerung (AZ)

Im Ausschuss „Abfallkonditionierung, Transporte und Zwischenlagerung“ (AZ) werden sicherheitstechnische Fragestellungen im Zusammenhang mit der Behandlung von radioaktiven Abfällen sowie dem Transport und der Zwischenlagerung von radioaktiven Stoffen beraten. Soweit die Themen im Zusammenhang mit dem Abbau von kerntechnischen Anlagen stehen, z. B. Stilllegung und Entsorgung der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe, werden diese in enger Abstimmung mit dem Ausschuss „Stilllegung“ (ST) behandelt.

Ein Schwerpunkt der Beratungen der letzten Jahre waren u. a. die Erstellung bzw. fortlaufende Aktualisierung der Leitlinien für die Konditionierung bzw. Zwischenlagerung von radioaktiven Abfällen mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung, der Leitlinien für die trockene Zwischenlagerung bestrahlter Brennelemente und Wärme entwickelnder radioaktiver Abfälle sowie der Leitlinien zur Durchführung von periodischen Sicherheitsüberprüfungen und zum technischen Alterungsmanagement für Zwischenlager für bestrahlte Brennelemente und Wärme entwickelnde radioaktive Abfälle.

Ein weiterer Beratungsschwerpunkt ist das Endlager Konrad. Der Ausschuss befasst sich regelmäßig mit verschiedenen Aspekten hinsichtlich der Bereitstellung radioaktiver Abfallgebinde für das Endlager Konrad. Der Ausschuss hat hierzu unter anderem die ESK-Stellungnahme vom 25.10.2024 „Fehlende endlagerfähige Abfallgebinde für das Endlager Konrad - Ursachen, Konsequenzen und Empfehlungen“ vorbereitet. Ferner lässt sich der Ausschuss regelmäßig über den Stand zur Errichtung der Abfallbehandlungsanlage und des Zwischenlagers für die rückzuholenden radioaktiven Abfälle der Schachtanlage Asse II informieren.

Aktuelle Beratungsthemen
  • Stand der Vorbereitung hinsichtlich der Bereitstellung radioaktiver Abfallgebinde für das Endlager Konrad
  • Aktualisierung von ESK-Leitlinien
  • Beratung des BMUKN bei der Regelwerksentwicklung
  • Meldepflichtige Ereignisse im Bereich der Zwischenlagerung
  • Anforderungen an Endlagerbehälter für hochradioaktive Abfälle (gemeinsam mit dem Ausschuss „Endlagerung radioaktiver Abfälle“)

>> Zu den Tagesordnungen AZ
 

Mitglieder

Dr. Claudia Schauer Vorsitz TÜV SÜD Industrie Service GmbH München
Dr. Stefan Theis Stellv. Vorsitz ehemals Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat Villigen-ENSI Switzerland
Dr. Gabriele Bandt Mitglied Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH, Hamburg
Dr. Anne Glindkamp Mitglied TÜV NORD EnSys Hannover
Dipl.-Ing. Anja Graf-Frank Mitglied Vattenfall Europe Nuclear Energy GmbH, Hamburg
Dipl.-Geol. Felix Himmerkus Mitglied Kerntechnische Entsorgung Karlsruhe GmbH, Eggenstein-Leopoldshafen
Dipl.-Ing. (BA) Beate Kallenbach-Herbert Mitglied JEN Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH
Dipl.-Ing. Martina Kößler Mitglied PreussenElektra GmbH, Hannover
Dipl.-Ing. Julia Mareike Neles Mitglied Öko-Institut e. V.
Dipl.-Ing. Olaf Oldiges Mitglied GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH, Essen
Dr. Jens Schröder Mitglied GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH, Essen
Dr. Florence-Nathalie Sentuc Mitglied Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) gGmbH
Dr. Holger Spann Mitglied
Prof. Dr. Holger Völzke Mitglied Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), Berlin

 

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Endlagerung radioaktiver Abfälle (EL)

Im Ausschuss „Endlagerung radioaktiver Abfälle“ (EL) werden wissenschaftlich-technische Fragestellungen im Zusammenhang mit der Endlagerung schwach- und mittelradioaktiver sowie hochradioaktiver Abfälle beraten.

Der Ausschuss informiert sich regelmäßig über die Fortschritte bei den Endlagerprojekten in Deutschland (Errichtung des Endlagers Schacht Konrad, Stilllegung des Endlagers für radioaktive Abfälle Morsleben, Schachtanlage Asse II, Endlager für hochradioaktive Abfälle, Standortauswahlverfahren) und berät über auftretende Fragestellungen. Auch Fragen zu Forschungsschwerpunkten und Förderkonzepten in Deutschland stehen im Beratungsprogramm des Ausschusses EL.

Schwerpunkte der vergangenen Beratungen waren u. a. der Zeitbedarf bei der Standortsuche gemäß des Standortauswahlgesetzes (StandAG) und insbesondere die Fragestellung zum Erfordernis von Erkundungsbergwerken aus der Perspektive von Wissenschaft und Technik. Bei der Schachtanlage Asse II hat sich der Ausschuss intensiv mit Kriterien beschäftigt, die zur Feststellung eines nicht beherrschbaren Lösungszutritts (nbL) geeignet sind, um einen gegebenenfalls erforderlichen Übergang vom planmäßigen Betrieb in einen Rückholbetrieb (unter Umsetzung der Notfallmaßnahmen) geordnet gestalten zu können.

Bei Bedarf werden Themen, die im Zusammenhang mit Fragen des Strahlenschutzes stehen, in enger Abstimmung mit der Strahlenschutzkommission (SSK) bzw. ihren Ausschüssen behandelt.

Aktuelle Beratungsthemen
  • Systematische Erfassung und Auswertung von Störfällen bei der Endlagerung
  • Schachtanlage Asse II, Endlager für radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) und Endlager Konrad
  • Verfolgung des Standortauswahlverfahrens (insbesondere im Hinblick auf den Zeitbedarf und die Auswirkungen der geplanten Novellierung des Standortauswahlgesetzes auf die Standortsuche)
  • Verfolgung des wissenschaftlichen und technischen Stands der wirtsgesteinsübergreifenden Behälterentwicklung für hochradioaktive Abfälle.
  • Aktueller Stand von Wissenschaft und Technik zu Partitionierung und Transmutation, insbesondere im Hinblick auf mögliche Beiträge zur nuklearen Entsorgung

>> Zu den Tagesordnungen EL
 

Mitglieder

Prof. Dr. Horst Geckeis Vorsitz Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Eggenstein-Leopoldshafen
Prof. Dr. Barbara Reichert Stellv. Vorsitz Universität Bonn - Institut für Geowissenschaften
Dipl.-Chem. Wilma Boetsch Mitglied TÜV Rheinland Industrie Service & Cyber Security GmbH
Prof. Dr. Thomas Fanghänel Mitglied ehemals Europäische Kommission, Joint Research Centre-JRC, Brüssel
Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil Eleni Gerolymatou Mitglied TU Clausthal, Institut für Endlagerforschung
Dr. Felix Lehnen Mitglied Brenk Systemplanung, Aachen
Dr. Volker Metz Mitglied Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Eggenstein-Leopoldshafen
Prof. Dr. Helmut Mischo Mitglied TU Bergakademie Freiberg
Prof. Dr. Klaus-Jürgen Röhlig Mitglied ehemals Technische Universität Clausthal, Clausthal-Zellerfeld
Dr.-Ing. Axel Johannes Schmidt Mitglied TÜV Nord EnSys GmbH & Co. KG, Hannover
Dr. Andreas Schuck Mitglied GGL Geophysik und Geotechnik Leipzig GmbH

 

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Stilllegung (ST)

Im Ausschuss „Stilllegung“ (ST) werden grundsätzliche sicherheitstechnische Fragestellungen im Zusammenhang mit aktuellen Vorhaben im Bereich Stilllegung, Abbau und Entsorgung beraten. Letzteres geschieht in enger Abstimmung mit dem Ausschuss „Abfallkonditionierung, Transporte und Zwischenlagerung“ (AZ).

Schwerpunkte der Beratungen der letzten Jahre waren u. a. Erfahrungen mit der Wasserqualität bei unter Wasser durchgeführten Zerlegearbeiten, wie sie in laufenden Stilllegungsverfahren in Deutschland gemacht worden sind, sowie technische Anforderungen an die Überwachung von Anlagen zur Behandlung radioaktiver Abfälle bzw. radioaktiv kontaminierter Wässer während der Stilllegung von Kernkraftwerken. Des Weiteren hat der Ausschuss ST vermehrt gemeinsam mit dem Ausschuss REAKTORBETRIEB (RB) der Reaktor-Sicherheitskommission (RSK) zu Schnittstellenthemen beraten, insbesondere über stilllegungsrelevante meldepflichtige Ereignisse.

Weitere Themen des Ausschusses ST sind die sicherheitstechnischen Anforderungen an die Stilllegung kerntechnischer Anlagen im nationalen und internationalen Regelwerk sowie die Berücksichtigung von Erfahrungen und neuer Erkenntnisse im Bereich der Stilllegung.

Aktuelle Beratungsthemen ST
  • Information über Stilllegungskonzepte von Forschungsreaktoren (mit Besichtigung von Anlagen)
  • Aktuelle Fragen zur Stilllegung von Kernkraftwerken und Forschungsreaktoren
  • Stilllegungsrelevante meldepflichtige Ereignisse
  • Erfahrungsaustausch zu Abbauarbeiten im Ausland
  • Abfallströme und Entsorgungswege, stilllegungsspezifische Aspekte der Freigabe radioaktiver Stoffe
  • Aspekte im Zusammenhang mit der Stilllegung des AVR Jülich
  • Aspekte im Zusammenhang mit der Stilllegung der WAK und der VEK
  • Gefährdungsanalysen für kernbrennstofffreie Kernkraftwerke (in enger Zusammenarbeit mit der SSK)

>> Zu den Tagesordnungen ST

Mitglieder

Dipl.-Phys. Detlef Beltz Vorsitz TÜV NORD EnSys GmbH & Co. KG, Hannover
Dr. Jörg Kaulard Stellv. Vorsitz JEN Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH
Dipl.-Math. Mathias Brettner Mitglied ESN Sicherheit und Zertifizierung GmbH, Schwentinental
Dipl.-Ing. Cornelia Bühler Mitglied TÜV SÜD Industrie Service GmbH, München
Matthias Dewald, M.Sc. Mitglied Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) gGmbH
Dipl.-Ing. Katja Döscher Mitglied EnBW Kernkraft GmbH, Philippsburg
Dipl.-Ing. Henrik Efraimsson Mitglied Strålsäkerhetsmyndigheten (SSM), Stockholm
Dipl.-Phys. Fabian Engeser Mitglied TÜV SÜD Energietechnik GmbH Baden-Württemberg, Filderstadt
Dipl.-Ing. Katrin Hertkorn-Kiefer Mitglied RWE Nuclear GmbH, Essen
Dipl.-Ing. Steffen Jung Mitglied EWN Entsorgungswerk für Nuklearanlagen GmbH, Rubenow
Natascha Junker Mitglied TÜV NORD EnSys GmbH Co. KG, Hannover
Dipl.-Phys. Christian Küppers Mitglied Öko-Institut e. V., Darmstadt
Laura Lesch, B. Sc. Mitglied Kerntechnische Entsorgung Karlsruhe GmbH (KTE)
Dipl.-Phys. Oskar Meyer-Schwickerath Mitglied PreussenElektra GmbH, Hannover
Dipl.-Ing. Tom-Oliver Solisch Mitglied ESN Sicherheit und Zertifizierung GmbH, Schwentinental